Von grünen Mäntelchen – und Fassaden

Das Magazin brand eins analysierte in ihrem Artikel «Die gestresste Stadt» kürzlich, worauf es bei nachhaltiger Architektur und Stadtplanung ankommt. Und schreibt, weshalb Projekte wie die «Bosco verticale» in Mailand ausser der Farbe der Bäume wenig mit «grün» zu tun haben.

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Ein paar Auszüge:

«Meisterhaft» nennt Antje Stokman diese Leuchtturmprojekte. «Allerdings vor allem in puncto Marketing.» Wirklich nachhaltige Architektur müsse tief in die Adern und Nervenbahnen von Gebäuden und Städten vordringen und sie grundlegend verändern, sagt die Professorin für Architektur und Landschaft an der Hamburger Hafencity Universität: «Das derzeit moderne ‚bisschen Holz und Grün an den Fassaden‘ reicht bei Weitem nicht.»

Wie kann es gelingen, trotz Platzmangel und teuren Infrastrukturinvestitionen mehr Grün in die Städte zu bringen? Und was bedeutet das für die Ressource Wasser? Die Frage sei falsch gestellt, sagt die Architekturprofessorin Stokman. Die Natur werde nicht trotz Kostendruck und Klimawandel in die Stadt zurückkehren, sondern gerade deshalb.

75 Prozent unserer natürlichen Ressourcen werden von und in Städten verbraucht. Sie sorgen für 50 Prozent des weltweiten Abfalls und 60 bis 80 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen.

25 Prozent häufiger als vor 65 Jahren sind heute Starkniederschläge von 24 Stunden Dauer in Deutschland. Gemäß regionalen Klimamodellen wird sich dieser Trend bis 2100 etwa in der gleichen Geschwindigkeit fortsetzen.

80 Prozent mehr Artenvielfalt findet sich heute in Städten im Vergleich zum Land, und je grösser eine Stadt, umso grösser ist meist auch ihr Artenreichtum. Am Stadtrand, so der Evolutionsbiologe Josef Reichholf, komme es dann «buchstäblich zum Absturz der Biodiversität». Hauptgrund: die Verödung der Landschaft durch die industrielle Landwirtschaft.

Als Marketing-Berater setzen wir uns für glaubwürdiges authentisches Marketing ein. Und keine grünen Mäntelchen.

https://c-hochzwei.com/raphael-imhof/
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