Raphael Imhof | Partner

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Raphael kurz vorgestellt

Bild, Text, Ton oder alles zusammen als Video. Welcher ist dein liebster Content?

Das kommt ganz auf die Stimmung an und zu welchem Thema und Unternehmen ich mit Inhalten zu tun habe. Ich eigne mir viele Dinge durch lesen an, bin aber auch sehr visuell. Es ist vor allem wichtig, dass Content stimmig und glaubwürdig daherkommt.

Was ist Content Marketing für dich?

Content ist jeglicher Inhalt, der zwischen einem Unternehmen und einem (potentiellen) Kunden vermittelt wird. Egal ob owned, paid, earned oder user generated. Content Marketing ist für mich ganz klar die zentrale Disziplin des Marketings und steuert wann, wo und wie Inhalte auf die unterschiedlichen Zielgruppen treffen. Und wenn es sich nicht steuern lässt, dann gilt es zu evaluieren, welcher Inhalt zu welcher Reaktion führt.

Wie wichtig ist Storytelling für Unternehmen?

Nicht jeder einzelne Inhalt lässt sich in eine Geschichte verpacken. Insgesamt ist es aber sehr wichtig, dass es ein Unternehmen versteht, wie man die eigene Geschichte auf den Ebenen Marke, Unternehmen bzw. Produkt mal unterhaltend, mal informativ erzählen kann.

Erzähl doch ganz kurz deine Geschichte.

Als Kind wollte ich immer Designer werden. Ich hätte später anstatt Marketing auch gut Architektur studieren können. So bin ich nun einfach Architekt für Information und Marketing geworden. In den letzten Jahren habe ich Marketing und Kommunikation gestaltet und geleitet, vom Startup bis zum Grossunternehmen.

Wann ist Content aus deiner Sicht erfolgreich?

Auch das ist sehr unterschiedlich: Manchmal soll Content einfach unterhalten, manchmal aufklären und informieren. Und letztlich soll Content verkaufen, also die Balance finden zwischen unterhalten, Emotionen vermitteln und überzeugen.

Wie hat sich der Medienkonsum und auch die -kompetenz in den letzten Jahren verändert?

Durch immer mehr Informationen, die dauernd auf so vielen Kanälen auf einen einprasseln, sind die Aufmerksamkeitsspannen wirklich sehr kurz geworden. Je nach Zielgruppe gilt es deshalb sofort auf den Punkt zu kommen, um überhaupt noch eine Botschaft platzieren zu können. Ich nenne das den Snapchat-Effekt im Marketing. Was sich Marketer aus meiner Sicht bewusst sein sollten: Viele Junge können offenbar wirklich nicht unterscheiden, was nun Anzeige oder redaktioneller Inhalt in Medien ist. Daraus gilt es eine Entscheidung zu fällen: Wollen wir das ausnutzen und setzen voll auf Native Ads, etc. oder versuchen wir Inhalte zu kreieren, die Aufmerksamkeit erhalten unabhängig davon, ob es nun Werbung ist oder ein anderer Inhalt.

Brauchst du ab und zu Digital Detox?

Kleine Dosen ja – ich achte insgesamt aber sehr gut darauf, dass es mir nicht zu viel wird «always on» zu sein.

Nimmst du noch ab und zu ein Buch oder eine Zeitung in die Hand?

Ja natürlich. Es geht nichts über die Haptik eines gut gemachten Magazins oder Buches und auch einer Unternehmenspublikation. Das sind dann jeweils auch kleine Dosen Digital Detox im Sommer auf dem Liegestuhl oder im Winter vor dem Kamin.

Was sollten Unternehmen deiner Meinung nach tun, um potentielle Kunden zu tatsächlichen Kunden zu machen?

Je nach Zielgruppe, Kanal und Touchpoint im «Customer Journey» unterhalten und informieren – und letztlich überzeugen. Mit echtem Mehrwert und Nutzen für den Kunden. Und das gilt selbstverständlich auch nach dem Kauf. Auch und gerade dann gilt es die richtigen Infos und den passenden Service zur richtigen Zeit parat zu haben. Wenn immer möglich mit persönlicher Interaktion. Für Standardprozesse und -fragen mögen Bots und Marketing Automation gut sein, bei der Mehrheit der Kunden geht auch heute nichts über den persönlichen Kontakt.

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